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Ein sicheres Gefühl. Mit Produkten von DUSCHOLUX.

Zwei Dinge prägen den Entwicklungsprozess bei Duschwänden:

1. Das Verhalten der Duschwand im Falle eines Personensturzes
2. Das Verhalten des Glases im Falle eines Bruchs

Sichere Befestigung nach DIN EN 14428.

Sobald sich die Produktenwicklung mit einer neuen Duschwand befasst, gilt die DIN EN 14428 als Leitlinie für die Entwicklung. Die Deutsche Industrie Norm EN14428 definiert dabei die qualitativen und sicherheitsrelevanten Produktanforderungen. Hier gehen wir im Speziellen auf den Teilbereich «5.6 Stabilität» ein, der das Verhalten der Duschwand bei einer Personenkollision erläutert.

Pendelschlag	2:	Pendelschlag	5:	Pendelschlag

Dabei widmen wir uns umfassend der Testung des Glases wie auch einer eventuell vorhandenen Rahmung. Dabei wird sichergestellt, dass das Produkt bei einer Kollision von Mensch und Duschwand nicht umstürzt. Damit die Situation simuliert werden kann, wird jede Produktentwicklung vor dem Serienstart einem sogenannten Pendelschlagtest unterzogen.

Dieser Pendelschlag wird unter realen Bedingungen durchgeführt. Dabei wird ein 50 Kilogramm schweres Pendel in einem definierten Ablauf an die Duschwand geschlagen. Die auftretenden Kräfte, die dabei auf das geklebte oder gerahmte Glas einwirken, zeigen, ob das Produkt dieser Belastung standhält.

Nach dieser Prozedur wird die Verklebung oder Rahmung auf eventuelle Risse und Materialveränderungen untersucht. Gibt es keine Beanstandungen, gilt der Test als bestanden und das Produkt als sicher.

Die Kraft, die mit dem Pendelschlag simuliert wird, entspricht in etwa folgendem Szenario:

Verliert der Schwingerkönig 2019, Christian Stucki (142 kg), beim Füssewaschen das Gleichgewicht und fällt dabei gegen die Duschwand, hält diese den einwirkenden Kräften ohne zu bersten stand.

Genormter Pendelschlag: Energie von 135 Joule

Energie = ½ × Masse × (V Geschwindigkeit in m/s)2
135 Joule = ½ × 142 kg × (1.38 m/s)2

Glas als hochwertiger und transparenter Werkstoff.

Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) © pixabay.com / wilhei

ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas)

1927 erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt, ist die Idee hinter Einscheiben-Sicherheitsglas immer noch so genial wie vor fast 100 Jahren. Da Glas in seiner natürlichen Form beim Zerbersten gefährlich spitze Bruchstücke bildet, wird die Glasoberfläche während des Produktionsprozesses mit kalter Luft „abgeschreckt“. Der dabei entstandene Temperaturunterschied zwischen Aussenhaut und Kern bleibt im Glas als innere Spannung erhalten. Diese neu entstandenen Kräfte werden Vorspannung genannt und verbessern die Materialeigenschaften merklich. So wird zum Beispiel die Biege-, Schlag- und Stossfestigkeit gesteigert, aber auch das Bruchbild verändert sich positiv. Geht die Scheibe zu Bruch, entweicht die Vorspannung in Millisekunden und erzeugt tausende kleine Bruchstücke. Diese sind im Gegensatz zu grossen, spitzen Glasscherben für den Menschen ungefährlich und machen deutlich, warum ESG bei allen Duschwänden eingesetzt wird.

 

Verbundsicherheitsglas (VSG)
Verbundsicherheitsglas (VSG) © Wikimedia Commons

VSG (Verbund-Sicherheitsglas)

Um 1950 fand die Kombination aus zwei ESG-Scheiben und einer reissfesten, zähelastischen Folie den Weg in die Automobilindustrie. Die Vorzüge der vorgespannten Scheiben waren bekannt, nur das Problem der tausend kleinen Bruchstücke musste behoben werden. Zumindest für Frontscheiben wurde es mehr und mehr notwendig, eine neue Glaslösung zu finden, die zwar bei Krafteinwirkung in harmlose Stücke zerfällt, aber trotzdem auftretende Kräfte absorbieren kann. Ein Sandwichverbund aus zwei ESG-Scheiben und einer dazwischen eingeklebten Folie war die Lösung. Damit zerspringen die zwei ESG-Scheiben wie gewünscht, werden aber von der eingeklebten Folie zusammengehalten. Dabei entsteht das weitherum bekannte Spinnennetz. Dieses Verbund-Sicherheitsglas setzen wir für unsere Air Colours Walk-In Lösungen ein, die es dank der eingearbeiteten und eingefärbten Folien in vier unterschiedlichen Farben gibt.